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Aufruf zur Neuevangelisierung

Mit unserem Schriftenapostolat wollen wir einen Beitrag zur Neuevangelisierung leisten. Gewiß ist das Schriftenapostolat nicht die wichtigste Form der Evangelisierung. Das persönliche Zeugnis durch Wort und Tat, das Vorbild eines christlichen Lebens und die Wirksamkeit von Gebet und Opfer können durch nichts ersetzt werden. Christus hat Zeugen berufen, die seine Botschaft verkünden sollten, und kein Buch geschrieben, das sie verteilen sollten. Dennoch schließt das eine das andere nicht aus. Tatsächlich hat sich ja Gott, wie der hl. Don Bosco bemerkt, eines Buches bedient. In einem Rundbrief schrieb er als Generaloberer der Salesianer am 19. März 1885: “Ich trage kein Bedenken, dieses Mittel - man denke darüber nach - göttlich zu nennen, denn Gott hat sich seiner zur Erlösung des Menschen bedient. Es waren Bücher, von ihm inspiriert, welche die wahre Lehre in die Welt trugen. An uns ist es nun, die Tat Gottes nachzuahmen. Die unter dem Volk verbreiteten guten Bücher gehören zu den Mitteln, die geeignet sind, das Reich des Erlösers in vielen, vielen Seelen zu erhalten... Wie viele Seelen sind nicht durch gute Bücher gerettet worden; wie viele werden nicht vor dem Irrtum bewahrt und zum Guten ermuntert! Wer ein gutes Buch schenkt, und hätte er nur das Verdienst, einen Gedanken an Gott erweckt zu haben, der hat bei Gott schon ein unvergleichliches Verdienst erworben. Und doch, wieviel mehr wird gewöhnlich erreicht!” 1859 gründete Don Bosco eine “Gesellschaft zur Verbreitung der ‘Katholischen Lektüre’ und anderer katholischer Bücher”. Ihr Ziel war es, katholische Bücher zu drucken und sie umsonst zu verbreiten oder aber ihren Verkauf zu möglichst niedrigen Preisen zu fördern. Er selbst verteilte sie z.B. in Krankenhäusern und unter Soldaten. Der hl. Papst Pius X. ging als Patriarch von Venedig persönlich von Haus zu Haus, um für eine katholische Zeitschrift zu werben. Wie hoch er den Wert des katholischen Schriftenapostolats einschätzte, erkennt man an seiner Aussage: “Müßte ich selbst mein Brustkreuz, meine Paramente, meine Möbel verkaufen, um das Fortbestehen eines einzigen katholischen Blattes zu sichern, ich würde es gerne tun.”

Das Buch hat viele Tugenden, die wir nicht haben oder die uns zumindest sehr schwer fallen. Es ist nicht beleidigt, wenn man es links liegen läßt. Und wenn man es nach Jahren endlich einmal hervorholt, dann erfüllt es seine Aufgabe genau so, wie wenn es von Anfang an Wertschätzung erfahren hätte. Wie oft erleben wir bei uns selber, daß wir gerne etwas Gutes tun oder sagen wollen, aber dann bemerken wir, daß wir uns selber im Wege stehen: Unsere Fehler und Schwächen verhindern die gute Wirkung, die wir beabsichtigt haben. Unsere Worte werden, auch wenn sie noch sehr das Richtige treffen, schlecht aufgenommen, weil wir uns aufgeregt haben oder arrogant wirken oder den falschen Ton getroffen haben. Beim Buch fällt dieser Nachteil weg. Auch darauf hat der hl. Don Bosco hingewiesen. In dem schon erwähnten Rundbrief schreibt er: “Das gute Buch vermag in Häuser einzudringen, die dem Priester verschlossen sind, und wird auch von den Schlechten geduldet, sei es als Andenken oder Geschenk. Wenn es sich vorstellt, errötet es nicht; wenn man es vernachlässigt, ärgert es sich nicht. Wird es gelesen, so lehrt es in aller Ruhe die Wahrheit; verachtet man es, dann beklagt es sich nicht und läßt einen Stachel zurück, so daß es manchmal den Wunsch erweckt, die Wahrheit kennen zu lernen: während es selbst immer bereit ist, sie zu lehren. Bisweilen bleibt es verstaubt auf einem Tisch oder in einer Bibliothek liegen; niemand gedenkt seiner. Aber es kommt eine Stunde der Einsamkeit, der Trauer oder des Schmerzes, der Langeweile, der Notwendigkeit sich zu zerstreuen, oder der Furcht vor der Zukunft; dann schüttelt dieser treue Freund seinen Staub ab, öffnet seine Blätter, und es erneuern sich die wunderbaren Bekehrungen eines heiligen Augustinus, Colombini und Ignatius.” Wenn wir ein Buch schenken oder Broschüren verteilen, tritt unsere Persönlichkeit mit ihren Fehlern dahinter zurück. Jeder ist zu dieser guten Tag in der Lage: Männer und Frauen, Arme und Reiche, Gebildete und Ungebildete, Junge und Alte, Beredte und Unberedte, Choleriker und Sanguiniker, Draufgänger und Schüchterne. Die guten Schriften entfalten ihre Wirkung, und wir können sie in ihrem Wirken noch unterstützen, indem wir drei Ave Maria hinterherschicken.

Der hl. Alfons Maria von Liguori gründete seinen Orden, um in Italien Volksmissionen zu halten. Gleichzeitig schrieb er viele Bücher, die den Glauben verteidigen und das religiöse Leben vertiefen sollten. Von einem seiner Bücher, dem über das Gebet, wünschte er, daß es in die Hand jedes Gläubigen kommen und von jedem gelesen werden möge. So wäre es auch heute nötig, enorme Anstrengungen zu unternehmen, um gute Glaubensliteratur so viel wie möglich zu verbreiten. Das ist eine Aufgabe für jeden Christen, Priester und Laien. Aufgrund der Taufe haben die Laien das Recht und die Pflicht, das Evangelium zu verkünden. Schon Pius XI. und Pius XII. entwickelten im Zusammenhang mit der “Katholischen Aktion” eine Theologie des Laienapostolats. Pius XII. schrieb: “Jeder eifrige Christ muß mit dem Apostel sprechen: ‘Die Liebe Christi drängt uns.’”  Das Zweite Vatikanische Konzil hat die Verantwortung der Laien neu ins Bewußtsein gehoben, Papst Johannes Paul II. hat den Aufruf zur Neuavangelisierung unermüdlich wiederholt. Das Schriftenapostolat ist eine Form der Beteiligung an der Neuevangelisierung, die jedem Christen möglich ist.

Neuevangelisierung bedeutet Mitarbeit an der Rettung der Seelen. Wie kostbar dem Herrn dieses Werk sein muß, erkennen wir daran, daß er selber um des Heiles der Seelen willen Mensch geworden ist und sein Leben qualvoll am Kreuz hingegeben hat. Der Seeleneifer ist deshalb eine Teilhabe an der Erlöserliebe des Herrn. Wir gehen auf das tiefste Anliegen seines heiligsten Herzens ein. So können wir sicher sein, daß Er uns deshalb ganz besonders in sein Herz schließen wird. In diesem Sinne sagt der hl. Don Bosco: “Jene, die von wahrem Seeleneifer beseelt sind, werden von Gott gesegnet und behütet.” Zahlreich sind die Aussagen der Heiligen über den Wert des Seeleneifers und des Apostolats im Dienste der Seelen. Der hl. Vinzenz Pallotti sagt: “Es ist unmöglich, daß einer zugrunde geht, der mitgearbeitet hat an der Rettung anderer!” Und an anderer Stelle: “Jeder bedenke, daß die Sorge um das Heil der Seelen das kostbarste und daher auch sicherste Werk der Barmherzigkeit ist, um selber Barmherzigkeit zu erlangen.”

Lassen wir uns niemals davon abhalten, Gutes zu tun und für die Seelen zu wirken. Der selbstlose und geläuterte Eifer für das Heil der Seelen ist auch eine wertvolle Hilfe, auf das viele Negative richtig zu reagieren. Vergeuden wir unsere Kräfte nicht mit unnötigen Konflikten und Auseinandersetzungen. Wenn wir uns einmal in die Lage des Teufels hineinversetzen, dann erkennen wir, daß er seine Freude daran haben muß, wenn eifrige Christen aufhören, Gutes zu tun, weil sie sich in Streitereien verzetteln. Deshalb versucht der Feind unseres Heils, Zwietracht zu säen, wo es nur geht. Dieser Falle entkommen wir am besten, wenn wir nach dem Motto des hl. Don Bosco handeln: “Fröhlich sein, Gutes tun und die Spatzen pfeifen lassen.” Denken wir daran, daß das Gute, das wir tun, einen Wert in sich und vor Gott hat, egal, ob es von den Menschen anerkannt wird oder nicht, ob wir dafür gelobt oder geschmäht werden. Die Freude, Gutes getan und für Gott Mühe und Opfer auf uns genommen zu haben, wiegt unendlich alles Leid und Unrecht auf, das wir vielleicht erdulden müssen. Unsere Liebe zum Herrn und zu den Seelen muß größer sein als der Haß des Teufels. “Helft mir viele Seelen retten. Der Teufel arbeitet ohne Unterbrechung, um sie zu verderben, und wir arbeiten ohne Ruhe, um sie zu retten”, sagt der hl. Don Bosco. Und: “Wir dürfen uns niemals eine Gelegenheit entgehen lassen, die der Herr uns bietet, um Gutes zu tun.”

Wir würden uns von Herzen freuen, wenn unser Angebot nutzen und viele Schriften zur Weiterverbreitung bestellen würden. Bitte machen Sie auch andere auf unser Apostolat und auf diese Website aufmerksam. Gott vergelte es Ihnen!

“Jeder eifrige Christ muß mit dem Apostel sprechen: ‘Die Liebe Christi drängt uns.’”

“Jene, die von wahrem Seeleneifer beseelt sind, werden von Gott gesegnet und behütet.”

Don Bosco

“Es ist unmöglich, daß einer zugrunde geht, der mitgearbeitet hat an der Rettung anderer!”

Hl. Vinzenz Pallotti

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